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Sektions-Hegetag „Satzböden“ 2012

Sektions-Hegetag „Satzböden“, vom 9. Juni 2012 in Untervaz

Alle Jahre wieder führt unsere Sektion ihren Sektions-Hegetag durch. Dieses Jahr war Untervaz an der Reihe. Es galt die „Satzböden“ zu bewirtschaften. Der „Satz“ ist ein ausgezeichnetes Rückzugsgebiet für Rehe, Gämsen, Hirsche und auch Kleintiere. Es ist wichtig die Wiesenflächen frei zu halten, damit das Äsungsangebot und die Biodiversität erhalten bleibt.

Hegeobmann Gusti Rupp, hat in die Vorbereitung des Hegetages vom 9. Juni 2012 viel Herz- u. Hegeblut und Zeit investiert und ganze Arbeit geleistet. Im Vorfeld wurden die 2.5 ha Wiesen durch ihn und Jägerkandidat Orlando Schrofer gemäht. Euch beiden einen kräftigen Weidmannsdank. Am besagten Hegetag wurde das geschnittene Gras zusammengetragen und von den Wiesen geräumt. Die Wiesen werden so unterhalten, und bieten gleichzeitig unserem Wild ideale Äsungsvoraussetzungen und es entsteht wieder eine gesunde Grasnarbe für die vielseitige Fauna.

17 JägerInnen und KandidatenInnen haben sich angemeldet, diesen eher nassen Samstag für unser Wild und unsere Flora und Fauna zu opfern. Obwohl unsere immer wichtigere Hegearbeit freiwillig ist, wäre es für die organisierenden Hegeorgane noch motivierender gewesen, wenn sich von den 263 Mitgliedern einige mehr angemeldet hätten! Es ist klar, die Hegearbeit ist für JägerInnen freiwillig. Das Wild ist ja trotzdem hier. Warum sich denn zusätzlich aufopfern und abmühen? Dies denken vielleicht einige Mitglieder unserer Sektion. Jeder wird sich wohl sagen, es kann jeder JägerIn selbst entscheiden, ob er bei der Hege mitmachen will oder nicht. Einige hegen vielleicht in ihrem angestammten Jagdgebiet und leisteten dort ihren sicher wertvollen Hegebeitrag.

Jene, die am diesjährigen Sektions-Hegetag unserer Sektion mitmachten, waren jedenfalls sichtlich befriedigt über die grosse von ihnen geleistete Arbeit. Wenn es auch dieses mal nur ein Beitrag war. Es war eben einer, die Gesinnung und Einstellung ist entscheidend. Dies zeigt sich vielleicht auch auf der Jagd. Wer bereit ist, die Fauna und Flora während des Jahres zu pflegen, weidwerkt womöglich anders. Er hat vielleicht eine etwas differenziertere Einstellung zur Bejagung des Wildes und zur Fauna. Es ist möglich, dass diese Ansicht etwas provokativ wirkt. Dies soll sie aber auch sein. Wer sich Gedanken macht über die jährlichen Hegeaufgaben, hat schon einmal nicht vergessen, dass es Hege überhaupt gibt und dass es unter Umständen sinnvoll wäre wieder einmal mitzumachen.

Nach getaner Arbeit durften die zufriedenen und etwas müden Hegerinnen und Heger unter freiem Himmel ein wohlverdientes Mittagessen einnehmen. Das herrliche „Risotto con funghi“, von Erika Rupp und Gertraud Eisenhut selbst zubereitet, mundete ausgezeichnet und auch der Dessert mit Café und Kuchen der beiden Grünröcke war nicht ohne.
Der nächste Sektions-Hegetag steht nächstes Jahr auch wieder auf dem Programm. Vielleicht möchte jemand doch auch einmal, oder wieder einmal, daran teilnehmen. Im immer schwierigeren Umfeld unserer Jagd, wäre es sinnvoll und wünschenswert, wenn alle Mitglieder zusammenhalten, mitmachen und ihre Solidarität zu einer bewährten und wichtigen Sache durch Teilnahme an den angebotenen Hegeeinsätzen und Anlässen kund tun würden.

Der Hegetag erfüllt mehrere Zwecke. Zum einen, wertvolle Arbeit für Wild und Lebensraum, Kameradschaft, aber auch Kommunikation und Austausch zwischen JägernInnen und JagdkandidatenInnen sowie aller Mitbeteiligten um für die Sache der „Andern“, mehr Verständnis aufzubringen.

Allen, die zum guten Gelingen dieses Hegeeinsatzes ihren Teil dazu beigetragen haben, „Weidmannsdank“.

Also mit neuer Herausforderung und neuer Motivation bis zum nächsten Sektions-Hegetag im Sommer 2013!


Euer Hegepräsident

Diego Crameri