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Sektions-Hegetag Haldenstein 2010

Sektions-Hegetag vom Samstag, 24. April 2010 in Haldenstein

Wie schnell ging doch das Hegejahr 2009 vorbei. Bereits schreibe ich wieder den neuen Hegebericht unseres Sektions-Hegetages 2010. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, konnte Hegeobmann Mathias Walser 24 JagdkandidatenInnen und Jäger begrüssen und er hat für den diesjährigen Sektions-Hegetag, die Biotoppflege als Einsatzthema gewählt.

Im Gebiet „Schotsch“ bei der Burgruine Liechtenstein wurden folgende 3 Arbeitsposten eingerichtet
- Pflanzung von Jungahorn im Schutzwald oberhalb Haldenstein (Gebiet Altburgwald)
- Zäune aufstellen um die von Büschen befreite Fläche oberhalb der Burg Liechtenstein
- Weiterbau einer Trockenmauer bei der Wiese „Liechtenstein“

Zu diesen 3 Arbeiten noch ein paar kurze Bemerkungen:

- Trockenmauern dienten früher als Grenzmauern. Heute bieten diese Mauern wichtigen
Lebensraum für verschiedene Tier- und (Mauer- und Zauneidechsen, Ringel- und Schlingnattern, sowie Blindenschleichen), Pflanzenarten und bereichern die Biodiversität.

- die Einzäunung der entbuschten Gebiete hat zum Ziel, den eingewaldeten Teil, wieder als
Trockenwiese zurück zu führen, da der Schotsch ein ausgesprochener Trockenstandort ist
und eng mit den Felsengesellschaften bei der Ruine Liechtenstein verzahnt ist. Heute
wachsen wieder Orchideen und Feuerlilien.

- die Jungahorn-Pflanzung im Altburgwald dient zur Verjüngung des Schutzwaldes oberhalb
Haldensteins. Da der Altburgwald schon einwenig in die Jahre gekommen ist, muss hier mit der Pflanzung, der Natur etwas nachgeholfen werden, da die natürlichen jungen Baumpflänzchen durch Unkraut im Wachstum zurück gebunden wurden. In den letzten Jahren sind in diesem Gebiet auch Birken und Lärchen angepflanzt worden. Durch das Einbringen verschiedener Jungbäume, wird das Nahrungsangebot für verschiedene Tiere vielseitiger.

Der Hegeeinsatz im Schotsch diente der Verbesserung der Lebensräume für Tier und Mensch am Fusse des Haldensteiner Calanda.

Diese Arbeiten wurden an unserem Hegetag zusammen mit dem WWF Graubünden in Angriff genommen. Alex Jost und Ulrich Trebs vom WWF haben der anwesenden Hegeschar einen kurzen Einblick in die bereits geleisteten Arbeiten im „Schotsch“ verschafft.

Wie bei jedem Hegeeinsatz, ist ein Mittun der örtlichen Forstorgane unerlässlich. So hat uns Förster Stefan Becker mit seinen Forstmannen wieder tatkräftig mit dem nötigen Material und mit Fahrzeugen unterstützt. Stefan, einen ganz grossen Weidmannsdank an Dich und Deine Forstleute.

An dieser Stelle gilt es noch zu erwähnen, dass dieser Tag von der Presse begleitet wurde.
Ladina Steinmann von der „Büwo“ hat diesen Hegeeinsatz mit einem tollen und sehr gut verfassten Bericht für die Publikation in der Öffentlichkeit, sprich in der „Büwo“, zusammen gestellt. Auch an Ladina einen besten Dank für ihren Einsatz.

Der Aser fand dann nach getaner Arbeit im Werkhof von Haldenstein statt. Für das leibliche Wohl waren Lea Philipp die Lebenspartnerin von Mathias Walser, und Bernadette Bürkli verantwortlich. Auch diesen beiden Damen, besten Dank für Ihren Einsatz.

Auch der Sektions-Hegetag 2010, ging sicher als interessanter Hegeeinsatz , so nach und nach (mit ein bisschen Jägerlatein) am späten Nachmittag zu Ende. Allen Beteiligten nochmals einen kräftigen „Weidmannsdank“ für die geleisteten Arbeiten.

Diego Crameri-Lipp
Hegepräsident Sektion Calanda